Nachhaltigkeit Stiften
Gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) entwickelt das Internationale Institut für Wald und Holz NRW in Zusammenarbeit mit der Wald-Stiftung ein Modell für die Erhaltung und die
multifunktionale, nachhaltige Bewirtschaftung repräsentativer Wald-Kulturlandschaften.
Projektpartner sind sieben private und kommunale

Grundbesitzer sowie der Waldbauernverband. Das Ziel des gemeinsamen Forschungsvorhabens Nachhaltigkeit Stiften ist es, Naturschutz
und Wald-Kulturlandschaftspflege als Dienstleistung privater und kommunaler Grundeigentümer zu etablieren. Im Mittelpunkt stehen
innovative Wege für die Zusammenarbeit von Natur- und Umweltschutz, Landnutzung und Landschaftsplanung, Land- und Forstwirtschaft,
Denkmalschutz sowie Erholungsnutzung und Tourismus. Zentrale Bedeutung hat das Stiftungskonzept mit Kompensationsflächenpool, dem das
Vorhaben seinen Namen verdankt. Es greift wesentlich auf die Erfahrungen der
Stiftung Hof Hasemann in Bramsche zurück, die bundesweit
zum ersten Mal das Konzept der Stiftung mit Kompensationsflächenpool realisiert hat.

Die Projektpartner mit ihren
Wald-Kulturlandschaften bilden einen repräsentativen Querschnitt typischer Grundbesitzer in Deutschland. Das gilt nicht
nur für die Flächengröße, die von etwa 80 ha bis über 7.500 ha reicht, sondern auch für die Besitzform (privat und kommunal),
die Landnutzungsverteilung (Acker, Wald, Wiese), die naturräumliche Ausstattung (Tiefebene, Mittelgebirge, Ländlicher Raum,
Stadt), die Gebäude (vom Hof bis zum denkmalgeschützten Schloss) oder die Bewirtschaftungsform. Die Ergebnisse des
Forschungsvorhabens werden sich auf andere Regionen außerhalb Nordrhein-Westfalens übertragen lassen.
In einer ersten Informationsveranstaltung hat das Wald-Zentrum sein Forschungsvorhaben am 20. Juni 2007 in Politik und Öffentlichkeit präsentiert. Dr.-Ing. E.h. Fritz
Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt sowie Dr. Alexander Schink, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt und Naturschutz,
Landwirtschaft

und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, eröffneten die Tagung.
Nach einer Ergebnispräsentation und einem Erfahrungsbericht von Prof. Dr. Andreas Schulte, dem
Leiter des Forschungsvorhabens, stellten drei der Projektpartner ihre Stiftungen vor. Anschließend wurden die Hindernisse, die während der Forschungsarbeiten identifiziert werden konnten,
aus verschiedenen Positionen von Naturschutz, Planung, Verwaltung und Grundbesitz diskutiert. Höhepunkt der Veranstaltung war die Bewilligung von zusätzlichen
Fördergeldern für "Nachhaltigkeit Stiften" der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in Höhe von 285.000 Euro durch Dr.-Ing. E.h. Fritz Brickwedde.
Ausführliche Informationen zur Tagung "Nachhaltigkeit Stiften!" finden Sie bei den
Veranstaltungen des Wald-Zentrums.